Die Klassenkonferenz

Mit dem neuen Artikel habe ich mir bewusst  bis heute Zeit gelassen. Zum einen, weil die Püppinelda die Magen-Darm-Grippe hatte. Geht wohl gerade rum. Zum Anderen aber auch, weil gestern ja nun die Klassenkonferenz für Prinz Pompadou stattfand. Ich kündigte im letzten Post bereits an, die Problematik mit meinem Sohn etwas zu vertiefen und dieser bis gestern ausstehende Termin gehört zur Thematik nun mal dazu.

Die Problematik an sich ist nicht erst dieses Schuljahr oder an der neuen Schule aufgetreten. Es ist eigentlich schon länger bekannt. Der Prinz  hatte rückblickend gesehen schon im Kindergarten Probleme damit, mit Konflikten umzugehen, er reagierte bockig und trotzig. In diesem Alter ist das ja aber noch ziemlich normal und ich habe deshalb keinen weiteren Gedanken verschwendet…

In der Grundschule wurde es natürlich nicht besser. In der ersten Klasse hatte er viel Spaß am Unterricht im Allgemeinen, aber ging es um ein Thema, welches ihn nicht wirklich interessierte, war er abgelenkt und träumte lieber. In den Pausen kam es  ab und an zu Streitigkeiten, aber ich bin der Meinung, dass Kinder nun mal so sind und fand auch das normal.

Wirklich besorgter wurde ich erst in der dritten Klasse, als Streitigkeiten sich häuften, er anfing, Anweisungen der Lehr- und Aufsichtsräte zu ignorieren oder bewusst zu brechen und auch die Fachlehrer immer öfter  von  absoluter Arbeitsverweigerung sprachen. Wir führten Gespräche mit der Schule, dem Arzt und einer Psychologin. Das Ergebnis war, dass er einmal die Woche Förderunterricht im sozial-emotionalem Bereich erhielt sowie eine Ergotherapie und weitere Termine bei der Psychologin. Eine sozial-emotionale Anpassungsstörung habe er, so wurde mir erklärt. Heißt so viel wie, dass er zwar weiß, welche Reaktion in einem Konfliktfall richtig wäre, situationsangemessenes Verhalten ist ihm aber in diesem Moment absolut nicht möglich.  In meinen Ohren klang das sehr passend, er handelte,  ohne dabei zu denken und konnte hinterher sehr reflektiert sagen, dass sein handeln falsch war und dass er es bereut. Und tatsächlich wurde es nach all diesen Gesprächen besser, es schien, als nutzten die ihm an die Seite gestellten Hilfen. Natürlich lief es immer noch nicht so wie bei einem, sagen wir mal, „normalen“ Kind, aber wir kamen mit dem ein oder anderen Aussetzer und  darauf folgendem Lehrergespräch durch die Grundschulzeit.

Und schlussendlich kam dann der Schulwechsel zur Oberschule diesen Sommer. Die Psychologin kam im Vorfeld zu dem Entschluss, dass weitere Therapien nicht nötig seien. Dennoch sorgten wir dafür, dass er in eine Inklusionsklasse kam. Ich war nicht nur durch die Worte der Psychologin ziemlich optimistisch vor Schulbeginn. Die Sommerferien über gab es keine Probleme, an der neuen Schule kannte ihn keiner. Er konnte also, obwohl die Lehrer natürlich seine Vorgeschichte kennen, relativ unbelastet an der Schule starten. Und anfangs sah es auch danach aus, als sollte sich dieses positive Gefühl bewahrheiten. Bis auf vergessene Hausaufgaben gab es die ersten fünf Wochen keine Probleme. Und wer von uns hat nicht ab und an mal seine Hausaufgaben vergessen? Natürlich diskutierte er auch eifrig mit mir über die Erledigung seiner Pflichten (Hausaufgaben und Zimmer aufräumen). Aber auch das ist etwas, dass ich in dem Alter nicht anders gehandhabt habe. Warum also sorgen machen?

Dann allerdings wendete sich das Blatt. Es fing wieder an mit Streitigkeiten, Provokationen und Unterrichtsverweigerung. Der Auslöser ist uns noch immer unbekannt. Ich saß also noch vor den Herbstferien wieder mit einer Klassenlehrerin, einer Rektorin und einer Familienhilfe in der  Schule an einem Tisch und hatte das ungute Gefühl eines Déjà-Vu. Wir vereinbarten, dass der Prinz erneut zu der Psychologin geht, wir mit einem Belohnungssystem arbeiten und die Schule weiterhin fehlverhalten sanktioniert. Ich dachte wirklich, dass wir es so einfach wieder gerade biegen. Hätte ich nur gewusst, was mich in den nächsten Wochen erwartet. Die Psychologin sah keinerlei Handlungsbedarf, was ich an die Schule so weiter gab. Sie fand, er müsse sich nur einleben.

Aber es wurde schlimmer. In den letzten Wochen seit den Ferien häufen sich die Vorfälle. Und es bleibt nicht mehr bei einfachen Streits, er provoziert bewusst Schüler und Lehrer, stört permanent den Unterricht, verlässt das Schulgelände – und was am Schlimmsten ist: er ist aggressiv und gewalttätig anderen Kindern gegenüber. Er benutzt Schimpfwörter und Formulierungen, bei denen selbst uns erwachsenen die Spucke weg bleibt („Ich schneid dir die Kehle durch!“). Er schlägt auch kleinere und schwächere Kinder, Mädchen; er würgte ein Kind, sodass sichtbare Spuren blieben und ein weiteres Kind musste erst letzte Woche zum Arzt, weil er ihm mit der Faust auf die Nase schlug.  Woher diese Gewalt kommt wissen wir nicht, zuhause gibt es sowas nicht. er wurde in diesen Wochen mehrfach den restlichen Tag suspendiert, seit dem 1.12. ist er nun längerfristig suspendiert. Vorerst bis zur Klassenkonferenz gestern.

Ich weiß nicht, wer von euch schon einmal diese Erfahrung machen durfte, so eine Konferenz zu besuchen. Bei mir war es das erste Mal und ich hatte wirklich, wirklich Bauchschmerzen, als wir dort ankamen. Es war eine wirklich große Runde: Die Rektorin, die Konrektorin, Klassenlehrerin, sämtliche Fachlehrer, der Elternvertreter, der Konferenzvertreter der Eltern, der stellvertretende Klassensprecher, die Konferenzvertretung der klasse, unsere Familienhilfe, der Prinz höchstpersönlich und ich mitsamt der Püppinelda, weil der Göttergatte leider krank war und nicht aufpassen konnte. Nicht mal die Stühle reichten aus.

Schließlich trug die Klassenlehrerin all seine Vergehen vor, es war quasi wie der Staatsanwalt bei Gericht. Mit jedem Wort, das sie vorlas wurde ich mir unsicherer, ob ich losweinen oder brechen muss. Getan habe ich nichts von beidem. Auch der Prinz hörte zu, Körperhaltung auf totalabwehr, aber ich konnte sehen, dass es ihn sehr belastete.  Dann waren die Fachlehrer („Zeugen“) dran, ihre Sicht der Ereignisse zu schildern. Und schließlich eben der Prinz – oder auch „Angeklagte“-, der allerdings nicht sehr viel beitragen wollte oder konnte. Kein Wunder bei den ganzen Leuten, die ihm wie in einem Kreuzverhör alle dauernd dieselben Fragen stellten. Ich will auf gar keinen Fall schön reden, was er getan hat. Aber er ist elf, er war nervös und er hatte Angst, das konnte man ihm ansehen. Er wusste genau, dass dieser Termin seine Zukunft beeinflussen kann –wer kann ihm da verübeln, dass er lieber gar nichts sagt, als dass er etwas Falsches sagt? Eine Entschuldigung wäre toll gewesen, aber ich denke, um daran zu denken war er einfach zu aufgeregt. Nach ihm war ich an der Reihe.  Ich schilderte, dass er mir von den Vorfällen anders berichtet, dass er provoziert wird und sich dann nur wehrt. Inwieweit das stimmt, kann ich nur schwer beurteilen, ich war niemals selbst dabei. Aber ich kann mir gut vorstellen, dass es nicht immer er ist, der anfängt. Oft, aber nicht immer.  Ich erzählte auch, dass ich bereits bei einer zweiten Psychologin angerufen habe und er dort auf der Warteliste steht, denn natürlich sehe auch ich da den Handlungsbedarf. Auch soll er ab Januar in den Sportverein zu einem Jiu-Jitsu Kurs gehen, um seine Wut abbauen zu können. Wir planen auch, dass er wieder eine Ergo-Therapie macht. Wir sind nicht untätig, wir kämpfen um das Kind und seine Zukunft. Unsere Familienhelferin betonte auch nochmal seine positiven Seiten während der von ihr durchgeführten Gruppenaktivitäten, bei dem es noch nie Vorfälle jedweder Art gab. Ein Lehrer wollte wissen, ob er da Führer sein will oder sich den anderen Kindern unterordnet. Es ist weder noch der Fall, er sieht sich gleichberechtigt und ich fragte mich, was daran falsch ist? Es ist doch besser so als untergeordnet? Aber ich kam nicht dazu, diese Frage noch zu stellen, denn ich sollte mit beiden Kindern den Raum verlassen, damit über die weiterführenden Maßnahmen beraten werden kann. Ich hatte ein sehr schlechtes Gefühl und befürchtete den endgültigen Verweis.  Es dauerte auch 20 Minuten, bis wir zur „Urteilsverkündung“ (um mal bei dem Gerichtsvergleich zu bleiben) wieder zurück durften.

Das Urteil:

Prinz Pompadou ist bis zum 9.1.2017 weiterhin suspendiert. Jeden Freitag soll er zum 3. Block kommen und sich Arbeitsblätter und Materialeien für zuhause abholen und die erledigten aufgaben abgeben. Nicht erledigte Aufgaben werden mit 6 bewertet. Ab dem 9.1. wird er den Unterricht mit einer Schulbegleitung besuchen, die wir beim Jugendamt beantragen müssen.

Nach einer Definition von Dworschak sind Schulbegleiter Personen, „die Kinder und Jugendliche überwiegend im schulischen Alltag begleiten, die auf Grund besonderer Bedürfnisse im Kontext Lernen, Verhalten, Kommunikation, medizinischer Versorgung und/oder Alltagsbewältigung der besonderen und individuellen Unterstützung bei der Verrichtung unterrichtlicher und außerunterrichtlicher Tätigkeiten bedürfen.“ (Quelle: Wolfgang Dworschak: Schulbegleitung an Förder- und Allgemeinen Schulen. In: Zeitschrift für Heilpädagogik. 63, 10, S. 414.)

Ich denke, mit diesem Entschluss haben wir nochmal Glück gehabt. Wir werden auf jeden Fall jeden weiteren Weg mit ihm gehen und versuchen, seine Problematik mit ihm gemeinsam zu bewältigen, sodass sie ihn in seiner Zukunft nicht weiter einschränkt. Ich werde von Zeit zu Zeit über Fort- oder Rückschritte berichten.

Habt ihr Erfahrungen mit verhaltensauffälligen Kindern? Oder Klassenkonferenzen?

 

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Versagt?

Es sind fast fünf Monate seit meinem letzten Post vergangen. Fünf Monate, in denen ich mein Ziel, den Blog aufzubauen (und nach Möglichkeit sogar zu erweitern) zwar nicht vergessen habe, aber doch auch nichts dafür tat. Wie oft hatte ich mir vorgenommen, mich hinzusetzen und wieder zu schreiben? Ich kann es gar nicht mehr genau sagen.

Es waren anstrengende fünf Monate. Und sie waren so ganz anders, als ich es mir vorgestellt hatte.

Traum vs. Realität

In meiner Vorstellung verbringen wir tolle Sommerferien mit vielen Ausflügen. Dann ist Anfang August, die Schule geht wieder los und der Prinz fängt an der Oberschule an. Die Einschulung wird großartig und er findet schnell Anschluss und neue Freunde. Da er ein wirklich kluges Kerlchen ist, wird er mit dem Schulstoff keinerlei Probleme haben. Und da Mama, also ich, täglich kontrolliert, werden seine Materialien weder schludrig noch unvollständig sein. Sein elfter Geburtstag wird super. Knapp einen Monat später hat die Püppinelda dann ihren ersten Geburtstag, der natürlich angemessen gefeiert wird. Meine Vorstellung war ein Traum aus Hello Kitty und pink. Für andere sicherlich eher ein Graus. Auch Halloween war in meiner Traumwelt voller neuer Kostüme und neuer, gruseliger Deko. Der Prinz würde mit beutelweise Süßigkeiten heim kommen, da war ich mir sicher. Und schließlich, im November, haben der Göttergatte und seine Schwester Geburtstag und das erste Dezember-Wochenende wird das gefeiert.

So weit, so gut. Klingt zu schön und harmonisch, um wahr zu sein? Stimmt leider.

In der Realität war in den Sommerferien meist bescheidenes Gewitterwetter und ich war oft mit den Kindern alleine. Der Göttergatte arbeitet sechs Tage die Woche, keine Zeit für Familienausflüge. Zur „Einschulung“ vom Prinzen hatte er allerdings frei. Und die Feier war wirklich schön. Anschließend waren noch zwei Unterrichtsblöcke geplant, weshalb wir beschlossen, in die Stadt zu fahren und zu bummeln, bis wir den Prinzen wieder einsammeln können. Was passierte? Der Motor des Autos wurde heiß, trotz Auffüllens kein Kühlwasser mehr drin. Also nach Hause und den Wagen dann in die Werkstatt. Danach hatten wir tatsächlich ein paar ruhige Wochen: Der elfte Geburtstag nahte. Das Kind hatte zwölf Einladungen verteilt und ich fragte mich, ob ich verrückt geworden war, so viele Kinder in einem Haus! Ich plante zwei Torten, eine, die aussieht wie ein Pokéball, die andere wie ein Creeper aus Minecraft. Wie schwer kann ein Fondant-Überzug schon sein? Schwerer als erwartet und die Torten sahen nicht wirklich gut aus – aber sie schmeckten wenigstens köstlich. Von den eingeladenen Kindern kamen ganze drei. Ich war vermutlich enttäuschter als mein Sohn. Dennoch hatten die Kinder viel Spaß, sie waren eine tolle Truppe. Insgesamt also doch gelungen. Kurz danach fingen beim Prinzen allerdings die Schulprobleme an. Er trug keine Hausaufgaben ein, verbusselte Arbeitsblätter und stritt sich mit anderen Kindern. Begeistert war ich nicht, aber ich hab es noch abgetan, er ist ja schließlich noch ein Kind. Nun nahte der erste Geburtstag der Püppinelda. Meine Vorstellung hatte ich ja geschildert. Wieder kam es anders. Den Plan einer Fondant-Torte hatte ich nach dem letzten Reinfall gecancelt. Dann jedoch kamen unerwartete große Ausgaben. Mein Traum vom großen ersten Geburtstag musste platzen und ich hab einen ganzen Nachmittag lang geheult vor lauter Wut. Ich war drauf und dran, alles abzusagen, weil ich mich dafür schämte, meinen Kindern nicht das bieten zu können, was sie verdienen. Dennoch hab ich mich dann zusammen gerissen und mir gesagt, dass es nicht auf den Wert ankommt, sondern darauf, dass wir als Familie zusammen sind, um sie zu feiern. Und was soll ich sagen? Es war eine wunderschöne Party, die Püppinelda strahlte übers ganze Gesicht beim Geschenke auspacken und verschlief den Rest der Feier. Da Püppineldas Geburtstag und Halloween im selben Mo0nat sind, wurde natürlich auch nichts aus neuen Kostümen oder Deko. Missgelaunt nahm ich auch das zur Kenntnis, aber ich habe mich damit schnell arrangiert. Und ich hatte eh andere Sorgen. Denn nach den Herbstferien wurde es mit dem Prinzen turbulent, um es milde auszudrücken. Er verweigert sich zuhause und das Benehmen in der Schule ist erschreckend. Ich werde in einem späteren Post auf diese Problematik eingehen, für den Moment wäre es zu ausschweifend. Noch immer kämpfen wir damit.

Auch mein ProjectOneYear legte ich auf Eis, zu viel Kraft kostete mich das alles. Ich habe an keinem meiner Ziele weiter gearbeitet, zumindest nicht aktiv. Ein bisheriges Fazit folgt demnächst, denn ich habe vor, meine Zielsetzung umzustellen und an die familiäre Situation anzupassen, bevor ich zum Jahreswechsel neu starte.

Überschrift war die Frage: Versagt?

Habe ich wirklich versagt in den letzten Monaten? Habe ich meine Ziele nicht ernst genug genommen?

Ich denke nicht, dass ich von Versagen sprechen kann. Nichts ist so gewesen, wie ich es mir vorgestellt hatte. Weil das Leben etwas Anderes für mich geplant hatte. Es wollte, dass ich eine Lektion wieder verinnerliche – auf die harte Tour. Nämlich, dass man wertschätzen sollte, was man hat. Dass man das Beste aus schweren Situationen raus holen muss. Und dass es nicht darauf ankommt, wie viel man hat oder ausgeben kann, um glücklich zu sein. Ich habe also nicht versagt, ich habe gelernt. Denn trotz allem war ich die meiste Zeit glücklich. Das einzusehen war nicht so leicht, wie man vielleicht denkt. Aber ich bin gestärkt aus den letzten Monaten gegangen. Diese Stärke und die damit verbundene Lektion nehme ich mit in einen neuen Start – sowohl hier als auch im POY und erst recht im realen Leben!

 

Bis bald, ihr Lieben!

Mommy Wars und Vergleiche

Heute ist mal wieder einer der Tage, an denen ich in einem Forum für Mütter schier endlose Diskussionen überflogen hab, während ich eigentlich auf der Suche nach einer ganz anderen Sache war. Aber es ist egal, worum es geht. Sei es Einschlafen, Stillen, Fernsehen, Krippe oder Ernährung. Oder noch schlimmer: das Impfen. Überall haben Frauen ihre festgetretene Meinung und wer anders handelt ist entweder dumm oder liebt sein Kind nicht. Oder beides. Es ist erschreckend, wie ausfallend manche Mütter werden können und ich frage mich unweigerlich, ob sie privat auch so sind oder ob es an der Anonymität des Internets liegt. Ein paar Worte auf einer Tastatur zu tippen ist eben oftmals einfacher, als eine Person von Angesicht zu Angesicht zu konfrontieren.

Was mich aber viel mehr beschäftigt: warum gehen wir Mütter uns gegenseitig so an? Warum können wir, die wir stundenlanges Gebrüll bei Zahnungsbeschwerden und ähnliches locker wegstecken, anderen gegenüber nicht ebenso locker sein? Oder gibt es gar nur einen einzigen wahren Erziehungsstil und alles andere ist Mist?

Ich sage ganz klar NEIN.

so unterschiedlich unsere Kinder sind, so unterschiedlich sind auch wir Mamas und die werte, die wir vorleben und vermitteln wollen. Und das ist auch gut so, denn wenn jeder gleich wäre, wäre es doch ziemlich langweilig. Was wir Mamas, die sich in solchen Foren treffen, allerdings alle gemeinsam haben, ist die Tatsache, dass wir unsere Kinder lieben und das in unseren Augen Beste für sie wollen. Für jede von uns sind die eigenen Kinder die besten, schlausten, schnellsten, hübschesten (die Liste positiver Superlative ließe sich ewig weiterführen) und wir wissen am besten, was das eigene Kind braucht und will.

und genau da kommt der zweite Nerv-Punkt der Mommy Wars. Da wir ja alle die tollsten Kinder der Welt haben, neigen wir dazu, sie zu vergleichen. Jeder tut es und das ist wohl normal. Ich selbst ertappe mich auch dabei, meine beiden Kinder miteinander zu vergleichen. Und sie sind komplett unterschiedlich, nicht nur in Geschlecht, Haar- oder Augenfarbe. Prinz Pompadou hat sehr schnell durchgeschlafen, gefuttert wie eine Raupe, hatte keine Zahnungsbeschwerden und war und ist meist recht ausgeglichen. Püppinelda dagegen ist noch kilometerweit vom durchschlafen entfernt, isst wie ein Spatz und mäkelt viel. Jeder Zahn ist ein Drama sondergleichen und generell ist sie schnell unzufrieden und jammert dann. beide sind gleichermaßen bedürfnisorientiert erzogen, daran liegt es also nicht. Es sind nun mal eigenständige Persönlichkeiten, die als einzige Gemeinsamkeiten die Adresse und die Freude am Welt entdecken haben. Und mich als Mama.

Wenn wir also vergleichen, dann sollten wir also nicht nur die Stärken unserer Kinder betrachten, sondern auch die der anderen Kinder. Kind A ist vielleicht nicht so sportlich wie unser Kind, kann dafür aber vielleicht ganz toll singen oder zeichnen und unseres eben nicht. Das ist zumindest für mich eine angenehme Art, zu vergleichen. Wieder ein Beispiel aus meinem Leben: Ich traf gestern eine Mama, mit der ich im Krankenhaus nach der Entbindung das Zimmer  teilte. Ihre Tochter kam ein paar Stunden nach meiner auf die Welt und lustigerweise wohnen wir sogar im selben Dorf. Und natürlich verglichen wir. Sie stellte lobend fest, dass meine Tochter im Gegensatz zu ihrer bereits an Gegenständen lang läuft und ansonsten krabbelt. Ihre robbt. Ich erzählte, dass mein Großer auch bloß gerobbt ist und bewunderte im Gegenzug die viel längeren haare, die Zähnchen die sie mehr hat, die Tatsache, dass sie durchschläft und nicht so sehr fremdelt wie meine kleine.

Und dann gibt es Mütter, die mich nerven, wenn sie vergleichen. Meistens läuft es dann nämlich so ab: „Waaaas, dein Kind kann das noch nicht? Also meine konnten das alle schon viel eher.“. Oft gefolgt von einer in Ratschläge gepackten Kritik. Ich glaube, ich erwähnte es in einem anderen Beitrag schon mal, dass eine Mutter zu mir sagte: „Waaaas, deine Tochter schläft noch nicht durch? Also meine konnten das alle schon mit acht Wochen. Wenn du ein Abendritual hast, dann klappt das auch. Und in dem Alter ist das sowieso nur Gewohnheit und kein Hunger, da musst du konsequent sein. Also ich blablabla (…)“, bei dem Rest habe ich schon nicht mehr zugehört, denn ich war genervt und sauer. Wir haben ein Abendritual und ich behaupte mal, dass ich besser als jeder andere weiß, ob mein Kind nachts weint, weil es Hunger hat oder nicht. Und konsequent sein heißt für mich nicht, meinem Kind die Flasche zu verweigern, obwohl ich ganz genau weiß, dass sie Hunger hat. Nicht umsonst trinkt sie diese drei Püllis nachts auch komplett leer. In solchen Situationen brodelt es in mir wie in einem Vulkan und ich würde die Person mir gegenüber am liebsten anbrüllen. Aber so bin ich nicht erzogen, ich bin zu höflich. ich kanzel es ab mit einem „Schön, dass deine Kinder es so früh konnten. Püppinelda kann es noch nicht und das ist okay. Sie wird es lernen, wenn sie so weit ist.“ Ich versuche wirklich, tolerant zu sein und dieses ganze negative Mommy Wars-Getue damit so gering wie möglich zu halten. Denn ich weiß, mein Gegenüber liebt sein Kind so wie ich die meinen liebe und meint es vermutlich nicht mal böse – es nervt mich aber trotzdem. Und ich würde mir wünschen, dass wir Mamas endlich damit aufhören, uns und unsere Erziehung gegenseitig schlecht zu machen. Letztendlich sitzen wir ja doch alle im selben Boot.

Was sind so eure nervigsten Mommy Wars Erlebnisse? Und was für Situationen habt ihr erlebt, die zeigen, dass es auch anders geht?

Woche 2 oder „Die böse Überraschung“

Heute ist wieder Zeit, ein Resümee zu verfassen. Ich habe mir ja letzte Woche bewusst wenig vorgenommen, um es auch zu schaffen, denn der Göttergatte hatte Urlaub. Nächste Woche dann nochmal. In der Zeit, wo er dann hier ist und ich meinem gewohnten Tagesablauf nicht so nachgehen kann, wie ich es sonst tue, schaffe ich nichts. Das liegt zum einen daran, dass wir wirklich viel unternehmen, aber auch daran, dass ich mich unheimlich davon runter ziehen lasse, wenn er dann nur hier rum sitzt. Ich hasse es, mich um Sachen zu kümmern, zu denen ich mich eh überwinden muss, wenn jemand daneben sitzt und einfach gar nix tut. Es sei ihm gegönnt, er arbeitet echt hart. Aber für mich ist das halt kontraproduktiv.

Aber kommen wir zum eigentlichen Ziel. Ich wollte meinen Tagesablauf beleuchten, um zu schauen, wo ich Zeit habe, aktiv an meinen Zielen zu arbeiten. Zumindest das hat schon mal geklappt. Eigentlich habe ich ganz schön viel Zeit, die ich bisher eigentlich total verschwendet habe. Seit einiger Zeit steht die Püppinelda sehr mama-unfreundlich um spätesten viertel vor sechs auf. Ich bin eigentlich ein Langschläfer, aber was muss, das muss. Ich stehe also mit ihr auf und da ich um die Zeit nicht mal Kaffee runter kriege fange ich eben mit dem Haushalt an, um nicht im stehen einzuschlafen. Die Püppinelda sitzt derweil entweder im Hochstuhl oder krabbelt durch den jeweiligen Raum und ist das blühende Leben. ich nicht. Ich bin ein Mombie.

So gegen neun kann ich sie dann hinlegen, aber ich muss da eine Stunde Puffer einplanen. Solange dauert es manchmal, bis sie einschläft. Trotz der Tatsache, dass sie müde ist, steht sie nämlich ständig wieder auf. Und heult, weil sie müde ist. Lege ich sie wieder hin, heult sie, weil sie nicht liegen will. Uff. Meistens also muss ich mich daneben legen und sie sanft fest halten, denn kaum dass sie fünf Minuten ruhig liegen bleibt, schläft sie auch. Dann habe ich zwei Stunden für Ziele. Dann Mittagessen machen und verzehren. Anschließend bespaße ich noch eine Stunde das Baby, dann schläft sie wieder. Der Große beschäftigt sich überwiegend alleine. Wieder anderthalb Stunden Zeit. Und dann halt abends wieder, wenn die Kids im Bett sind. Also eigentlich genug Zeit. Trotzdem kommt es mir so vor, als hätte ich keine.

Wie die Überschrift verrät und die Leute aus der Facebook-Gruppe schon gelesen haben könnten, erwartete mich aber an diesem Ende meiner POY-Woche eine böse Überraschung. Eines meiner großen Ziele war ja die Gewichtsreduzierung. Dieses bekommt von mir jetzt offiziell höchste Priorität verliehen. Ich habe es nämlich endlich geschafft, Batterien für unsere Waage zu ergattern. Diese sind seit Oktober leer und mich hat es eine ganze Weile auch nicht interessiert. Bis zum Tag 1 eben. Da wollte ich dann welche holen, aber entweder waren sie ausverkauft oder viiiel zu teuer (Ich bezahle nicht für 2 stück 7 euro, wenn ich woanders 5 Stück für 1,85 Euro haben kann). Heute hat es geklappt und ich stand das erste Mal seit kurz vor der Entbindung der Püppinelda auf der waage. Zu sagen, das Ergebnis sei niederschmetternd gewesen, wäre extrem untertrieben. Ich war regelrecht geschockt von dem, was ich sah. Dass es nicht Idealgewicht ist, wusste ich vorher, da reichte der Blick in den Spiegel. Aber das hatte ich nicht erwartet. Man kann sagen, dass sich rein gar nix geändert hat im Vergleich zu dem Tag, wo Püppinelda noch im Bauch war. Allerdings ist das neun Monate her. Und ich fühle mich selbst nicht wohl.

Glücklicherweise weiß ich ja woran es liegt. Wir essen zwar viel Gemüse, aber eben auch viel mit Sahne drin. Wird gestrichen. Ich trinke ausnahmslos zuckerhaltige Getränke, denn ich mag kein Mineralwasser. Wird diese Woche reduziert und ab nächste Woche gestrichen. Gibt Tee ohne Zucker, wie für die Kinder auch – ist eh besser für die Vorbildfunktion. Und ich bewege mich zu wenig. Also muss das Sportprogramm angezogen werden. Bis vor ein paar Wochen war ich mit dem Baby noch oft spazieren, aber momentan mag sie es gar nicht, in Trage oder Karre zu sitzen. Sie will sich bewegen und die Welt aktiv entdecken – aber sie kann nun mal nicht laufen. Die wenigsten können das mit 9 Monaten. Also läuft es darauf hinaus, dass ich mit ihr im Garten sitze und sie auf der Decke rumkrabbelt oder im Planschbecken badet. Diese Woche bekommt sie eine Sandmuschel. Aber viel Bewegung für Mama ist da eben nicht dabei.

Dieser Schock hat mir allerdings die nötige Motivation gegeben. Also Tschakka, auf geht’s!

Die erste Woche

Eigentlich war dieser Beitrag gestern fällig, ich weiß. Zu meiner Entschuldigung: Der Göttergatte hat diese Woche Urlaub und wir waren den ganzen Tag mit den Kids unterwegs, mir fehlte also die Zeit zum bloggen.

Obiges Bild ist natürlich nur symbolisch. Ich hatte für die erste Woche ja als Ziel, mich über die verschiedenen Möglichkeiten zu informieren, die mir helfen sollen, meine Ziele zu erreichen. das habe ich auch getan. So habe ich beispielsweise viel über gesunde Ernährung gelesen. Eigentlich hatte ich als erstes ja an ein Low Carb Programm gedacht, aber da die Kinder mitessen und ich keine Lust hab doppelt zu kochen fällt das flach und wir fangen an, erstmal mehr Gemüse zu essen. Auf Fixprodukte verzichten wir ja schon länger.

Das mit dem Sport ist noch so eine Sache. Da ein Fitness-Studio aufgrund mangelnder Mobilität nicht in Frage kommt suche ich noch nach DEM Sport für mich. Joggen ist es nicht. Auf der Probierliste stehen aber noch Yoga und Zumba.

Die Zeit für mich einzuplanen fällt mir auch schwer. Für den Anfang wäre einfach eine Gesichtsmaske oder eine halbe Stunde lesen super. Aber noch ist Püppinelda nicht sehr begeistert und beschließt immer genau dann müde zu werden und vehement nach mir zu verlangen. Mir fehlt das Timing, aber das wird mit Routine etwas besser.

Für den Blog und das Studium habe ich Pläne erstellt. Und ich habe letzte Woche sogar zwei Studienhefte komplett durch gearbeitet, bei einem weiteren fehlen nur noch die Einsendeaufgaben. Es waren beides Einsen (92% und 96%)l, das hat mich mega motiviert.

Vorratsraum, Schlafzimmer und Garten sind Dinge, an denen wir  diese und übernächste Woche arbeiten, weil der Göttergatte zu den Zeiten Urlaub hat. Ausserdem plane ich, jeden Monat mindestens 5 Euro für Blumen nächstes Frühjahr zu sparen. Ich will ein Blumenmeer.

Das soziale Projekt bereitet mir immer noch Kopfzerbrechen. Meine Intention dahinter ist es, die Welt ein wenig zu verbessern. Aber es gibt so viel Schreckliches grad in Bezug auf Kinder und Tiere, dass ich nicht weiß, wo man anfangen soll.

Alle anderen Ziele sind ja mehr zeitunabhängig, sondern eher damit verbunden, dem inneren Schweinehund in den Hintern zu treten.

Da ich diese Woche viel geplant habe und wir viel unternehmen und erledigen müssen (u.a. muss Belle dringend zum Tierarzt), bleibe ich diese Woche bescheiden in meiner Zielsetzung:

Ich hab diese Woche nur vor, meinen Alltag genauer zu beobachten. Das dient mir dazu, Wiederkehrendes besser einzuplanen. Danach werde ich einen Wochenplan erstellen, in dem ich genau festlege, was jeden Tag nötig ist und wieviel Zeit es in Anspruch nimmt. Ist das erledigt kann ich schauen, wann Zeit zum Einplanen der Wiunschziele ist und wann, die kleinen Extra-Aufgaben erledigt werden, die unter „Unangenehmes“ fallen.

Außerdem habe ich massenhaft Wäsche zu bewältigen, da unsere Waschmaschine vorletzten Sonntag ja den Geist aufgegeben hat. Die neue Waschmaschine wurde heute zum Glück geliefert.

Wie lief euer Start?

Babymama oder große Kinder? #babyfrage

Durch das Stöbern bei Alles unter einen Hut bin ich auf die Blogparade von Das Elternhandbuch aufmerksam geworden. Nun stellte auch ich mir die Frage: Bin ich mehr eine Babymama oder kann ich eher mit größeren Kindern? Seit gestern Nachmittag hab ich nun schon gegrübelt und bin zu dem Entschluss gekommen, dass es für mich eigentlich keinen Unterschied macht. Ich hab beides zuhause, ein Baby mit 8 Monaten und ein Schulkind von 10 Jahren. Und beides hat so seine Seiten, die ich gern mag oder weniger gern mag.

An Babys mag ich den Geruch und dieses zarte, verletzliche Wesen, was in all dem knuddeligen Babyspeck steckt. Ich liebe es, mit meinem Baby zu kuscheln und an ihrem Kopf zu riechen, das leise, Atmen nachts neben mir – dass ich Pro Familienbett bin brauche ich wohl kaum erwähnen. Und Babyfüße! Sonst finde ich Füße eigentlich ziemlich eklig, sogar meine eigenen, aber Babys haben so kleine  Knuffelfüße, die man einfach lieb haben muss. Ich mag es auch sehr, wenn die Kleine im Laufstall sitzt und ich nach der Toilette oder so wieder rein komme und sie mich anstrahlt, als würde für sie die Sonne aufgehen – als wäre ich das Licht in ihrem Universum. Wahrscheinlich bin ich das auch. Immer wieder begeistert sie mich dadurch, dass sie unermüdlich den Drang hat, die Welt zu erkunden. Ja, ich liebe Babys.  Sie faszinieren mich. Und doch ist zumindest zum jetzigen Zeitpunkt ein weiteres Baby weder für mich noch für meinen Mann vorstellbar.  Vielleicht sehen wir das in einigen Jahren nochmal anders, vielleicht auch nicht.

Was ich an Babys nicht mag sind so diese Dinge, die wohl keine Mutter so wirklich mag, die aber nun mal dazu gehören. Stinke-windeln zum Beispiel. Die stehen auf meiner Liste ganz oben, ich bin froh, wenn ich die Zeit hinter mir hab. Vollgespuckte Kleidung finde ich genauso schlimm. Mittlerweile geht es, aber grad in der Anfangszeit hat Püppinelda, genau wie ihr Bruder, nach jeder Mahlzeit gespuckt. Zielsicher natürlich meist neben das Spucktuch. Jetzt allerdings kämpfen wir mit einem anderen Problem, mindestens genauso nervig. Das ständige Quengeln, meist abends, wenn sie müde ist und nicht schlafen möchte. Oder weil sie zahnt. Oder einen Schub hat. Oder eine Phase. Ganz ehrlich, manchmal habe ich keine Ahnung, warum sie jammert und ich gebe ihr einfach nur Nähe, weil das das Einzige ist, was ich in solchen Momenten tun kann. Und wenn das Kind dann schläft kann ich mir sicher sein, dass ich trotzdem nachts dreimal geweckt werde, weil Püppinelda Hunger hat. An durchschlafen erinnere ich mich mittlerweile kaum noch.

Das ist übrigens ein großer Vorteil an großen Kindern. Sie können sagen, wenn ihnen was weh tut oder wenn ihnen was nicht passt. Wenn sie nachts  durstig sind, können sie auch allein etwas trinken. Generell sind sie logischerweise schon viel selbstständiger. Sie ziehen sich allein an und aus, können sich (manchmal nach Erinnerung durch Mama) allein waschen und Zähne putzen und was den Prinz Pompadou betrifft weiß der auch, wo im Notfall in der Küche das Essen steht. Er kann also, wenn er keine Lust hat, mit zum Einkaufen zu kommen auch mal alleine zuhause bleiben, ohne dass ich mir groß Sorgen machen müsste. Natürlich darf er auch nachmittags mal mit seinen Freunden losziehen. Man kann ihm gut erklären, warum er etwas machen soll oder eben nicht machen soll. Er versteht unheimlich viel.

Problematisch und nervenaufreibend ist dabei nur seine Diskutiererei.  Er diskutiert alles, was ihm nicht passt und mutiert in Sekundenschnelle zum Bockeprinzen. Themen sind meistens die Hausaufgaben, das Aufräumen und wenn er seine Konsole ausmachen soll. Natürlich ist es eine gute Sache, wenn er etwas hinterfragt und seine Meinung vertritt. Sicher wäre ich auch bereit, meinen Standpunkt zu überdenken, wenn er mir gute Argumente liefern würde, aber „weil ich das will“ oder „weil ich keine Lust darauf habe“ sind für mich keine Argumente. Wirklich nicht. Und trotz aller Konsequenz diskutiert er beim nächsten Mal wieder.

Ihr seht, die Dinge, die bei mir unter die Kategorie „mag ich nicht“ fallen, sind eher kleine Dinge, die zum Leben mit Kindern dazu gehören. Wir leben schließlich nicht in einer rosa Blümchenwelt. Und so sehr es mich manchmal nervt, ich möchte es nicht missen, denn:

Ich bin gern Mama, egal wie alt das Kind ist.

Ich starte mein persönliches Project OneYear!

Ich bin heute eher zufällig auf Facebook über einen Blogpost von einer Freundin gestolpert. Es geht darum, mehr zu wollen; seine selbst gesetzten Ziele und Träume zu verwirklichen und darum, dass man es nicht allein tut – in einem Zeitrahmen von einem Jahr. Project OneYear. Sie schreibt:

Ich will mein Leben, ich will meine Ziele, ich will Ich sein und ich will alles davon.

Wenn ihr mehr erfahren wollt, dann klickt doch einfach mal auf den oben genannten Link. Mich jedenfalls hat sie zum Mitmachen motiviert.

Die Regeln sind einfach:

Man setzt sich Tag 1. Völlig egal wann man anfängt, ab diesem Tag geht es los. an diesem Tag setzt man sich hin und formuliert seine Ziele, was man in diesem Jahr erreichen möchte.

Diese großen Ziele teilt man sich auf in Monatsziele, auch Einteilungen in Wochenziele sind möglich.

Und schließlich und endlich ist es wichtig, mit anderen in Kontakt zu treten und zu bleiben, um sich gegenseitig zu motivieren, zu unterstützen und erfolge gemeinsam zu genießen. Meine Freundin schlug dafür das Nutzen des Hashtags #ProjectOneYear vor, ich persönlich könnte mir auch eine Facebook-Gruppe o.ä. ganz gut vorstellen – vielleicht liest die liebe Ally das hier und teilt uns ihre Meinung dazu mit 🙂

Meine Zielsetzung:

Zunächst erschien es mir viel, was sich d auf meiner Liste so sammelte – man sieht es ja auf dem Beitragsfoto. Dann stellte ich mehrere dinge fest:

  1. 1.einige Ziele sind relativ schnell realisierbar;
  2. bei einigen Zielen brauche ich Hilfe, denn ich schaffe sie nicht allein;
  3. ein Ziel ist saisonal bedingt;
  4. bei einigen Zielen weiß ich noch nicht ganz, wie ich sie in Angriff nehme;

Aber seht die genauen Ziele selbst:

  • gesündere Ernährung (ein Anfang war schon vor ein paar Wochen, als ich sämtliche Maggifix Produkte verbannte)
  • mehr Sport: Ganz ehrlich, ich bin da sehr faul. Ich sehe achteinhalb Monate nach der Geburt der Püppinelda immer noch aus, als hätte ich vor kurzem entbunden und es nervt!
  • die mit den beiden oberen punkten verbundene Gewichtsabnahme
  • mehr Zeit für mich: Momentan ist das einzige, was ich zum Ablenken so mache das Bloggen. aber das reicht mir nicht.
  • den Blog weiter ausbauen
  • mein Fernstudium zur geprüften Bürosachbearbeiterin beenden: ich hab keine Lust, für den Rest meines Lebens Verkäuferin zu sein
  • einen Vorratsraum besitzen: Platz ist vorhanden, bisher schieben wir es aber auf, ihn fertig zu bauen
  • ein eigenes Eltern-Schlafzimmer: selbes Problem wie beim Vorratsraum
  • aufhören, Unangenehmes aufzuschieben: Beispielsweise Wäsche. Ich hasse Wäsche. Und sie bleibt ewig liegen, bevor ich sie lege und in den Schrank sortiere
  • mehr Ordnung: so ganz so schlimm ist es nicht, keine Sorge. Eine Grundordnung ist vorhanden. Aber die Schränke zum Beispiel… und ich finde nix, wenn ich es mal suche
  • den Garten hübsch machen: wir wohnen jetzt ein Jahr in unserem Haus. Bisher haben wir Rasen gesät. Einladend zum Draußen sitzen ist anders.
  • ein soziales Projekt beginnen. dabei weiß ich noch nicht, ob ich selbst eins starte oder mich einem bestehenden anschließe, aber ich möchte definitiv die Welt ein bisschen besser machen
  • Freundschaften besser pflegen: Erklärt sich von selbst. Es gibt viele Leute, bei denen ich mal wieder regelmäßiger melden müsste, damit der Kontakt nicht ganz einschläft

Wie ich bereits erwähnte, bei einigen Dingen bin ich mir noch nicht ganz im Klaren darüber, wie ich es in Angriff nehmen soll. Daraus ergibt sich also mein erstes Wochenziel:

Informationen zur Problemlösung sammeln und ausarbeiten.

Wie mir das gelingt und was meine nächsten Wochen-/ Monatsziele werden erfahrt ihr dann am Montag, meinem ersten Review-Tag.

Würdet ihr mitmachen wollen? Was sind so eure Ziele?